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June 06 2009

12.7.2009: Gründung der Piratenpartei Schweiz

Am 12.7.2009 wird sich die "Piraten Partei Schweiz" gründen. Wünschen wir unserern Schweizer Freunden alles Gute und viel Erfolg bei der Gründung einer weiteren Piratenpartei und natürlich gutes Gelingen bei der Umsetzung der Politik der Piratenpartei in der Schweiz.

Weitere Informationen zur Schweizer Piratenpartei gibt es auf www.piraten-partei.ch. Die Koordination des Gründungstreffens erfolgt über das auf der Seite verlinkte Wiki.

Zitate

Aus der e-mail eines Bekannten von mir der derzeit beim BMI arbeitet:

“When you look at one of their accounting sheets you realise you’re never going to see a penny, so if someone wants to rip them off that’s fine with me. If you’re going to pirate, though, make sure the quality’s good. Have some respect for what you’re pirating!” Terry Gilliam über die Film-Majors

Amen!
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Wochenrückblick 1.6. - 6.6. 2009

Hier ebenfalls veröffentlicht der Wochenrückblick von Simon. Vielen Dank! =============== Thema Zensur: 03.06.09: illegale Webseiten können sehr schnell abgeschaltet werden - wenn Banken und Finanzdienstleister von Phishing betroffen sind: http://www.unpolitik.de/2009/06/03/reaktionszeiten/ 04.06.09: Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet scheitert daegen an der Bürokratie: http://ak-zensur.de/2009/06/bka-dienstweg.html 04.06.09: Das Wortprotokoll der Bundestagsanhörung zu Internetsperren ist online: http://netzpolitik.org/2009/das-wortprotokoll-der-zensursula-anhoerung/ 04.06.09: Kampf um Internetsperren geht in die letzte Runde http://www.morgenpost.de/politik/article1106404/Kampf_um_Internetsperren_geht_in_die_letzte_Runde.html 06.06.09: Dieter Wiefelspütz macht klar, dass [...]

Gewinner der Amity in Fame-CDs gezogen

Gewonnen haben *trommelwirbel*

Moritz und Torsten

Weiterlesen

Wochenrückblick 01.06. – 06.06.2009


Ich habe auch diese Woche wieder ein paar Sachen gesammelt, die mir (Sikk) wichtig oder interessant erschienen. Einfach nur als Überblick der vergangenen Woche. Diese Liste ist natürlich rein subjektiv und bestimmt nicht vollständig.

Die Wochenrückblicke werde ich übrigens auch auf der hessischen Piratenwebseite (http://www.piratenpartei-hessen.de/aktuelles/wochenrueckblick/) veröffentlichen.


Thema Zensur:

03.06.09: illegale Webseiten können sehr schnell abgeschaltet werden – wenn Banken und Finanzdienstleister von Phishing betroffen sind:

04.06.09: Der Kampf gegen Kinderpornographie im Internet scheitert daegen an der Bürokratie:

04.06.09: Das Wortprotokoll der Bundestagsanhörung zu Internetsperren ist online:

04.06.09: Kampf um Internetsperren geht in die letzte Runde

06.06.09: Dieter Wiefelspütz macht klar, dass es um Zensur geht:


Thema Generationenkonflikt:

29.05.09: Netzwertig: Die unerträgliche Seichtigkeit der deutschen Internet-Debatte

02.06.09: Christian Stöcker: Die Generation C64 schlägt zurück:

02.06.09: Johnny Haeusler: Wir werden niemals für Musik bezahlen:

03.06.09: Andi Popp: Was das Internet nicht ist

03.06.09: Thomas Knüwer: Bundesregierung vs. das Internet – die nächste Eskalationsstufe

03.06.09: Döner (Blog ohne Namen): “Klowände des Internets” – oder: Die entlarvende Beschleunigung der Medienangst

04.06.09: Die intellektuelle Elite weiß nichts vom Internet


01.06.09: Wahlportale

Die Wahlportale der CDU und SPD wurden von den Wahlschleppern analysiert und mit “Parteiendurcheinander im Web” betitelt:


01.06.09: Terrorgefahr

Pünktlich vor den Wahlen wird mal wieder die Terrorgefahr ins Spiel gebracht, die die Konservativen unterstützen…


01.06.09: Vorratsdatenspeicherung

Interessantes Beispiel, welche Daten bei ‘Touch and Travel’ anfallen. Besonders, wenn man weiss, dass Handys ganz ähnliche Daten liefern können und unter die Vorratsdatenspeicherung fallen:


02.06.09: Softwarepatente

Oberstes US-Gericht berät über Patente auf Geschäftsmethoden und Software:


02.06.09: Bahn

Berlinpolis verwischt offensichtlich Spuren, die die gegen sie erhobenen Vorwürfe bekräftigen würden:

Auf dieser Seite gibt es noch allerlei mehr über diese Affäre zu erfahren…


02.06.09: Innere Sicherheit

Innenminister fürchten “Tatort Internet”


02.06.09: China

Kurz vor dem 20. Geburtstag des Tiananmen-Massakers wird in China alles geblockt, was die Bevölkerung erschrecken könnte:


02.06.09: DuBistTerrorist

Über die zweite Abmahnung berichtet auch die Zeit. Mit Erwähnung der Piraten übrigens:


02.06.09: Datenaustausch

Die Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen über Deutsche an die USA wird nur von der Union ohne Abstriche befürwortet:


02.06.09: Grundgesetz

Follow-up zum TP-Artikel, ob es anlässlich des 60. Geburtstages des Grundgesetzes überhaupt etwas zu feiern gäbe:


03.06.09: eGK

Auf der elektronischen Gesundheitskarte werden zwar Photos gespeichert, aber nirgendwo mit den Patienten verglichen:

Das Hamburger Abendblatt sieht sie soagr ganz vor dem Aus:


03.06.09: Bundestrojaner

Sieh an, Bosbach sieht doch keinen Bedarf an Ausweitung der Onlinedurchsuchungen mehr:


Thema eSports:

03.06.09: Die Historie der Karlsuher IFNG, die bekanntlich abgesagt wurde:

05.06.09: Oje, die Bundesinnenministerkonferenz beschließt, ein Verbot gewalthaltiger Spiele durchsetzen zu wollen…

Gleich die PM der Piraten dazu:

Und noch ein paar Blogs:


03.06.09: FDP

FDP gegen die Öffentlichkeit. Oder: Wie die Politik versucht, Einfluss auf Journalisten und die politische Berichterstattung zu nehmen:


03.06.09: AGNES

AGNES ist eine Studie des BKA, in dem unter anderem die Notwendigkeit des Bundestrojaners verteidigt wird:


03.06.09: Datensammlung

Google sammelt mehr Daten als alle anderen – 92 der 100 Top-Seiten sammeln im Auftrag des Suchmaschinenbetreibers:


04.06.09: Gesundheit

Krankenversicherer, die in Tabakfirmen investieren?


04.06.09: Überwachung

US-Richter bestätigt rückwirkende Immunität für Abhörhelfer:


05.06.09: Überwachung

Wer Hartz IV bezieht und irgendwie verdächtigt wird, das auszunutzen, sollte notfalls mit Privatdetektiven überwacht werden können. Dies wurde glücklicherweise gestoppt:


05.06.09: Internet

US-Gericht nimmt Internet Service Provider vom Netz


05.06.09: Fail der Woche

3sat hat in der Sendung Kulturzeit über die Piraten berichtet. Als Internetexperten hat man Sascha Lobo dazugeschaltet und der hat sich nicht gerade positiv über die Piraten geäußert:

Das ist allerdings kein Wunder, wenn man weiss, dass besagter Sascha Lobo im Online-Beirat der SPD sitzt…:


05.06.09: Niederlande

Ein Kommentar eines Tagesschau-Korrespondenten zur Wahl in den Niederlanden sorgt für Aufregung:


06.06.09: Pressefreiheit

Wo klassische Medien unterdrückt und beeinflusst werden, bahnt sich die Freiheit via Internet einen Weg. Die Staaten Lateinamerikas geben dafür viele Beispiele:


Piraten-Allerlei:

Medien über die Piraten:

Blogger über die Wahl:

Parteien sind die korruptesten Organisationen, es fehlt an Transparenz, Piratenthema:

Wie Wahlkampf im Netz gut funktionieren kann:

Bürgerrechtler empfehlen, Überwachungsparteien abzuwählen:

Interviews mit Jens Seipenbusch:

Interview mit Richard Klees:

Interview mit Thorsten Wirth:

Französische Piraten offiziell gegründet:

Noch eine Wahlempfehlung:


Petitionen:

Neu: Eine Petition gegen Softwarepatente:

5%-Hürde bei der Europawahl:

ePetition zur Abschaffung des Kopierschutzparagraphen:

Und natürlich: Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten:


Lesestoff (wer noch Zeit und Lust hat):

@annalist hat ein Kapitel (”Who’s the terrorist?”) zu einem freien Buch beigetragen (”Digital Security for Activists”). Diese kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Apropos freies Buch: Wer möchte kann bei Wikibooks mitwirken und z.B. einen Teil zu einem der sich dort in Vorbereitung befindlichen Bücher beitragen:


Wenn Ihr selbst was beitragen wollt, sendet es mir einfach zu oder schreibt euren eigenen Wochenrückblick – sowas ist gar nicht so schwer :-)

Geh zur Europawahl - Wähle Liste 29!

wahlzettel-300x200Am Sonntag findet in Deutschland die Wahl zum Europaparlament statt und keiner geht hin? Warum wählen fragen sich viele Menschen?

Die Gesetzgebung Europas teilt sich in zwei Gegenpole. Das europäische Parlament ist die demokratische Vertretung in Europa. Die Mitglieder der europäischen Kommission hingegen, werden durch die Regierungen der Mitgliedsstaaten bestimmt.

Eine große Wahlbeteiligung stärkt die Abgeordneten des Parlamentes. Deshalb ist jede Stimme wichtig! Nimm an der Europawahl teil! Auch sollte man wählen, da europäische Richtlinien oft zum Anlass nationaler Gesetzes werden, z.B. der Vorratsdatenspeicherung.

Jens Knoblich (Piratenpartei / Politiker in Strausberg): “Also sollte man schon zur Wahl gehen. Denn aus Resignation über die bestehenden Verhältnisse den Kopf einfach in den Sand zu stecken und darauf hoffen, das alles mal besser wird, kann doch nicht die Lösung sein.”

Wähle die  Liste 29 - Piratenpartei, wir möchten ein Zeichen für Bürgerrechte, Demokratie, Transparenz und eine Kultur des Miteinanders  in Brandenburg setzen. Wir haben fertig mit der klassischen Parteienlandschaft! Es muss einen Wandel geben! Die rasant wachsende Anzahl von Unterstützern und Mitgliedern gibt uns Recht!

Die Piratenpartei Brandenburg wird am Sonntag, die Wahlergebnisse im Reiterzimmer des Restaurants ‘Zum fliegenden Holländer’ (Potsdam) verfolgen. Wer mag kann sich uns ab 18.00 Uhr anschließen.

europawahl

Und es geht doch um Zensur!

Mein bester Freund “GAGA, GOGO, TRALAFITTI”-Wiefelspütz hält mal wieder nich hinterm Berg. In einer AFP-Meldung stellt er klar: Es geht nicht um die Bekämpfung von Kinderpornographie, sondern um Zensur!

“Natürlich werden wir mittel- und längerfristig auch über andere kriminelle Vorgänge reden”, sagte Wiefelspütz der “Berliner Zeitung” (Samstagsausgabe). “Es kann doch nicht sein, dass es im Internet eine Welt ohne Recht und Gesetz gibt.” Er könne sich vorstellen, auch Seiten mit verfassungsfeindlichen oder islamistischen Inhalten zu blocken, sagte der SPD-Politiker: “Eine Zeitung darf ja auch keinen Mordaufruf veröffentlichen.”

Natürlich hinkt der Zeitungsvergleich wie eh und je. Eine Zeitung die zu Mord aufruft wird ja wohl auch kaum vom BKA mit einem Aufkleber “Stopp! Nicht lesen!” versehen, oder?

Das beste ist aber die Reaktion von Wolfgang Bosbach (CDU)

“Ich halte es für richtig, sich erstmal nur mit dem Thema Kinderpornografie zu befassen, damit die öffentliche Debatte nicht in eine Schieflage gerät”, sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) der “Berliner Zeitung”.

Oder übersetzt: Jetzt bloß nicht die Kinderporno-Keule einstecken, die Leute könnten ja anfangen sich objektiv und ohne emotionalisiertes Reizthema mit der Zensurfrage auseinanderzusetzen. Auch wenns durch die Blume ist, besser kann man die Art und Weise wie die Regierungsparteien diese Debatte führen nicht beschreiben.

(via Netzpolitik, thx!)

Innenminister wollen Spieleverbot

spielekiller

Nach häufigen Forderungen hat sich gestern, am 05.06.2009, die Innenministerkonferenz dazu entschlossen bestimmte Arten von Computerspielen zu verbieten. Dabei handelt es sich vor allem um Ego-Shooter, welche gerne von Politik und Medien auch “Killerspiele” genannt werden. Dieses Verbot soll die Herstellung und den Handel mit diesen Spielen verbieten. Dabei ist es das Bestreben aller 16 Innenminister dieses Vorhaben “so schnell wie möglich” umzusetzen.

Als Piratenpartei  sprechen wir uns ausdrücklich gegen dieses Bestreben aus. Die Verantwortung und die Ursache von Gewaltausbrüchen und Amokläufen unter Jugendlichen wird den Computerspielen zugeschrieben. Jegliches Bestreben auf Missstände in der Gesellschaft und der Erziehung der Kinder aufzuzeigen wird ignoriert. Anstatt sinnlose Verbote auszusprechen, fordern wir genaue Analysen der Ursachen für solche Amokläufe um diese in Zukunft früher erkennen und verhindern zu können. Die dazu notwendigen Mittel für pädagogische Einrichtungen müssen von Bund und Ländern schnellstens bereitgestellt werden.

Mehr PIRATEN für Europa - Piratenpartei in Frankreich offiziell gegründet

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Morgen ist Wahltag! Die Piratenpartei findet ihr auf Listenplatz 29.
Geht zur Wahl und gebt Eure Stimme für Datenschutz, Privatsphäre und eine freiheitliche Gesellschaft ab!

 

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Die PIRATEN sind eine internationale Bewegung. In Schweden, der Heimat der ersten Piratenpartei kann die PIRATPARTIET auf 6-8% der Wählerstimmen hoffen. Wenn es tatsächlich so kommen sollte, wird mindestens ein PIRAT ins Europäische Parlament einziehen. Das wäre ein großer Erfolg auch für uns!

In Frankreich wurde vor kurzem die PARTI PIRATE offiziell gegründet und zugelassen. Damit hat auch unser wichtigster Nachbar eine politische Stimme für faires Urheberrecht und gegen Überwachung. Das hat Frankreich auch sehr nötig. Dort werden derzeit Internetsperren wegen Urheberrechtsverletzungen unter dem Arbeitstitel HADOPI (Haute Autorité pour la Diffusion des Œuvres et la Protechtion des Droits sur Internet) diskutiert.
Als Willkommensgruß haben die französischen Piraten haben schon zwei freie Musik-Sampler herausgebracht, hört mal rein!

La Compil' Pirate Vol.1
La Compil' Pirate Vol.2

 

June 05 2009

0604 Wahlkampf Langen: Finales Modul


090604 Modul VerbessernGestern Abend war ich wieder unterwegs und habe die Plakate ein letztes Mal upgedatet. Den Spruch dazu habe ich mir kurzerhand selbst ausgedacht, sollte halt was sein, über den man evtl. nachdenkt. Naja.

Überklebter Pirat

Überklebter Pirat

Von diesem Modul habe ich ein paar mehr gemacht, weil ich auch die eigentlich nicht modular aufgebauten Plakate damit bestückt habe. Einfach den Text damit überklebt, das war mir besonders am Markt wichtig, da dort samstags doch einige Leute vorbei kommen. Durch die gelbe Grundfarbe ist das auch gleich noch ein Hingucker – hoffe ich zumindest :-)

Fail der Woche: Sascha Lobo


3sat hat heute in der Sendung Kulturzeit über die Piraten berichtet. Als Internetexperten hat man Sascha Lobo dazugeschaltet und der hat sich nicht gerade positiv über die Piraten geäußert:

Das ist allerdings auch kein Wunder, wenn man weiss, dass besagter Sascha Lobo im Online-Beirat der SPD sitzt…

Da hätte sich 3sat ja mal ein wenig schlau machen können, andererseits wäre es von Sascha Lobo nur fair gewesen, auf diesen Umstand hinzuweisen, aber naja, wer würde ernsthaft was anderes erwarten?

ein Mensch – eine Stimme


Nein, unter dem in englischer Sprache wohl bekannteren Motto ‘one man – one vote’ will ich heute nicht auf die unerträgliche, mit dem Wort ‘Demokratiedefizit’ geschönte Tatsache hinaus, dass die Wahl zum europäischen Parlament nicht diesem Prinzip genügt, ganz zu schweigen davon, dass dieses Parlament in Europa gar nicht die Macht hat.

Sondern ich will hier der Frage nachgehen, ob man wählen sollte, oder lieber nicht, und ob man nicht besser eine Partei wählen sollte, die schon im Parlament ist. Ich tue dies, weil ich immer wieder gefragt oder darauf angesprochen werde.

Nun ist alle Theorie grau, lasst Beispiele um mich sein:

1) Wählen oder nicht?

Wir haben 101 Wahlberechtigte und ab 5 erhaltenen Wählerstimmen  kommt man ins Parlament. Die Prognose für die CDU sei 38% der Stimmen, die der Piratenpartei 2%. Nun gehen von den 101 Leuten nur 50 zur Wahl.

Wenn ich nun ganz kurz vor 18:00 Uhr als quasi letzter (und damit 51.) Wähler noch schnell überlegen könnte (und die anderen hätten brav das gewählt, was sie immer wählen), ob und was ich wähle, dann passiert folgendes:

- wenn ich CDU wähle (kids: dont try this at home!), geht deren Stimmenzahl von 19 (38% von 50) auf 20 hoch, macht  39,22 % (! 20/51) und die Piratenpartei bleibt bei 1 (2% von 50)  Stimme fällt aber auf 1,96% (1/51).

- wenn ich NICHT wähle, bleiben die Stimmzahlen gleich, die CDU erhält 38% (19 von 50) und die Piratenpartei 2% (1 von 50).

- wenn ich irgendetwas anderes wähle außer CDU und Piratenpartei, dann gibt es 51 abgegebene Stimmen und die CDU landet bei 37,25% (19 von 51), die Piratenpartei bei 1,96% (1 von 51).

- wenn ich Piratenpartei wähle (yes!),  dann landet die CDU wieder bei 37,25% (19 von 51), die Piratenpartei erreicht dann 3,92% (2 von 51).

Mit anderen Worten (in diesem Beispiel): wenn ich nicht CDU-Anhänger bin, aber nicht zur Wahl gehe, schenke ich der CDU 0,75 % ! Von einem CDU-Wähler bekommt die CDU 1,22%, als Nichtwähler unterstütze ich die CDU also mit fast 2/3 (genauer 0,61) meiner (nicht abgegebenen) Stimme!

Die Piratenpartei kostet mein Nichtwählen (als Nicht-Pirat) hingegen nur 0,04%, wohingegen ein Piratenpartei-Wähler mit einem Plus von 1,92% zu Buche schlägt.

Wenn sie also keine einzige von den anderen Parteien für wählbar halten, dann schenken Sie der CDU nicht 2/3 ihrer Stimme durch Nichwählen sondern raffen Sie sich auf und wählen Sie die PIRATEN! Selbst wenn wir trotz Ihrer Stimme nicht die 5%-Hürde knacken, es lohnt sich :-) .

[Teil 2) "Stimme verschenkt?" folgt morgen!]

Standard gesperrt

Seit einiger Zeit schon geistert das Projekt “Jugendschutzprogramm.de” durch’s Web, welches sich durch einen bunten Haufen von Partnern wie die Sex-Shops Beathe Uhse und Orion, Erotik-Anbietern wie Fundorado und Lomex oder zwielichtige Zeitungen wie BILD und Inter Content KG (u.a. praline) auszeichnet. Gestern wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass auch meine Seite in deren Programm aufgenommen wurde - mit der Bewertung “Standard gesperrt”. Beim Antispam e.V. haben wir immerhin noch das zweifelhafte Glück, dass immerhin Besucher ab 14 Jahren die Inhalte dort aufrufen dürfen, ebenfalls wie die Piratenpartei Hessen.

Nun ja, was an meiner Seite jugendgefährdend sein soll, dass sie komplett ausgeschlossen wird, kann ich nicht so genau sagen. Aber die Herrschaften aus der Sex-Branche werden schon bescheid wissen, warum sie meine Seite als so stark jugendgefährdend bewerten :D

Killerspiele-Verbot

Heute hat die VollpfostenMinisterkonferenz in Bremerhaven den Beschluss gefasst, die Herstellung und Verbreitung so genannter “Killerspiele” zu verbieten, um somit weiteren Amokläufen an Schulen vorzubeugen. Das ganze klingt erstmal sehr edel, ist aber beim genaueren Hinsehen absolut idiotisch. Ganz davon abgesehen, dass es genügend Quellen geben wird, wo man solche Spiele statt im offiziellen Handel erwerben kann, spricht doch die Vernunft eines normalen Menschen, der mit einem IQ höher als 80 gesegnet ist, dass man mit so einem Verbot gar nichts erreicht, außer ein bisschen für populistische Schlagzeilen zu sorgen.

Jeder, der bei der Bundeswehr ist, ein Polizist ist oder sich in einem Schützenverein betätigt (ich werde diese Aufzählung der Einfachheit weglassen und allgemein von “Schützen” schreiben), weiß, wie schwer es ist, mit einer Waffe umzugehen, wenn man nicht darin geübt ist. Für einen Laien ist es sehr schwer, bspw. mit einer Pistole um sich zu schießen und jemanden gezielt zu treffen (wenn überhaupt jemand getroffen wird). Hingegen haben Schützen eine entsprechende Ausbildung, mit solchen Waffen umzugehen.

Betrachten wir einmal den Killerspielespieler: davon gibt es tausende in unserem “schönen” Deutschland. Wenn man einen Persönlichkeitstest aller Killerspielespieler durchführen würde, würde man sogar feststellen, dass der größte Teil ganz normal ist, ohne bemerkenswertes bzw. überdurchschnittliches Aggressionspotential. Weiterhin ist das einzige Werkzeug eines Killerspielespielers der Klick auf die linke Maustaste. Da gibt es keinen Rückstoß und das Zielen ist einfacher.

Klar, es gibt das Argument, dass Killerspiele durchaus das Potential haben, den Einzelnen gegenüber Verletzungen und Mord/Totschlag abzustumpfen - oder Aggressiv zu machen. Aber dieses Argument geistert schon seit Ewigkeiten durch die Welt der düsteren Legenden und wird immer dann gebraucht, wenn irgendwelche Leute, die viel von sich halten, aber nix in der Birne haben, mit irgendwelchen Dingen nicht umgehen können. Dieses Argument wurde auf Musik angewendet, auf Filme, vielleicht sogar vor vielen Jahrhunderten schon auf Schach. Heute sind es eben die virtuellen Welten, in denen Schlachten gegen das Böse geschlagen werden.

Dabei ziehen diese Hohlbirnen aber nicht die Möglichkeit in Betracht, dass es gar nicht auf die Freizeitgestaltung ankommt, wie sich eine Persönlichkeit eines Menschen entwickelt. Sondern es ist ein gesellschaftliches Problem, welches durch Verbote oder große Reden nicht besänftigt wird, sondern es im schlimmsten Fall sogar noch vergrößert.

Kommen wir aber zurück zum Thema: was unterscheidet nun einen Schützen von einem Killerspielespieler? Außer, dass der Killerspielespieler eine viel coolere Bezeichnung hat, ist der Schütze im Umgang mit echten Waffen geübt. Und ich denke, diese Tatsache ist ein sehr wichtiger Punkt. Die weitere Stufe ist nun die Aggregation von Killerspielespielern und Schützen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es davon auch eine Menge gibt. Aber wenn man sich mal die Täter von Amokläufen mit Schusswaffen anschaut, waren sie alle im Schützenverein, waren Waffennarren oder haben eine anderweitige Ausbildung an Schusswaffen genossen. Die wenigsten haben Killerspiele gespielt. In den meisten Fällen, in denen Amokläufer auch diese Spiele gespielt haben, konnte nicht mal wirklich ein schlüssiger Bezug zwischen Spielen und Tat hergestellt werden - außer natürlich, dass sich solche Spiele im Besitz des Täters befanden.

Doch weil man die Lobby der Waffenindustrie und der Schützen nicht verärgern möchte, nimmt man lieber die weitaus harmloseren Industriezweige aufs Korn und schiebt diesen dann den schwarzen Peter zu. So einfach ist das: denn was noch nicht traditionsgebunden ist, lässt sich auch schneller und einfacher wieder verdrängen.

Wer jetzt also behaupten möchte, dass ein Killerspielespieler eine höhere Gefahr darstellt, als jemand, der im Umgang mit Waffen geübt ist und ohne größere Umstände an Schusswaffen heran kommt, den bitte ich, von der Lektüre meines Blogs abzusehen und sich lieber wieder der BILD-Zeitung zu widmen, sofern die nicht schon zu anspruchsvoll für ihn ist. Allen anderen sage ich, dass ein Amokläufer keine “Übung” durch Computerspiele benötigt, um seine Tat zu begehen.

Schützenvereine verbieten

Ich rufe hiermit die Politik und die Öffentlichkeit auf (ok, vermutlich hört mich eh keiner aber kann ja trotzdem nicht schaden) sich für das absolute Verbot von Schützenvereinen auszusprechen.

Erklärung hier

Diese Penner braucht kein Mensch. das ist kein Sport, sondern Mord (zumindest potentiell).
Geht lieber Fußball spielen, ist vom Niveau ähnlich und macht wenigstens schlank (und nicht taub).
Warum muss ein minderjähriger 14-jähriger oder ein (vernüftiger) Erwachsener wild in der Gegend rumballern? Ist mir unverständlich. Make love, not war (huch, ich bin ja ein Blumenkind)

UPDATE: Schöner Artikel hierzu von den Ruhrbaronen

Piratinnen gibt es nicht

Nachdem wir ja mehrfach drauf angesprochen wurden, dass keine Frau auf unserer Liste steht, kann ich nicht länger mit der Wahrheit hinter dem Berg halten. Es gibt keine Piratinnen.

Seit jeher wissen die Piraten natürlich, dass Frauen an Bord Unglück bringen. Das ist bei uns genauso. Frauen interessieren sich ja auch überhaupt nicht für Bürgerrechte. Und von Technik haben sie auch keine Ahnung, wie sollen die denn für ein freies Internet kämpfen?

Was? Du bist eine Frau und sagst das ist Blödsinn? Dann zeigs uns: Werde Piratin!

Sarkasmus Off: Natürlich haben wir weibliche Mitglieder, aber immer noch viel zu wenige. Also, nix wie ran an den Speck. Die nächste Wahl kommt bestimmt und dann will ich euch meine Damen als Kandidaten sehen!

Wahlhilfe

Wenn am Sonntag gewählt wird, dann bekommt der Wähler ja einen fast einen Meter langen Zettel in die Hand gedrückt.

So zahlreich tummeln sich diverse Gruppierungen darauf.
Und es gibt sicherlich noch viele, die diese ganzen Gruppierungen und Parteien gar nicht kennen. Die jetzt schon nicht wissen, wen sie überhaupt wählen sollen, weil ja eigentlich so richtig niemand von den etablierten Parteien wählbar ist, da sie “da oben” immer mehr Bockmist verzapfen.

Stimmt ja auch.

Nur ist Nichtwählen nicht die richtige Entscheidung. Gerade bei der Europawahl sollte man hingehen, da bekanntlich aus der Ecke auch sehr viele Gesetze kommen, die die Mitgliedsländer umsetzen müssen. Anscheinend sitzen da auch zu viele Abgeordnete, die mitunter sehr ahnungslos sind.

Also sollte man schon zur Wahl gehen. Denn aus Resignation über die bestehenden Verhältnisse den Kopf einfach in den Sand zu stecken und darauf hoffen, das alles mal besser wird, kann doch nicht die Lösung sein.

Ich war bis vor einem Jahr auch sehr frustriert über die Politiker. Nun bin ich selbst einer.

Denn ich hab mir gesagt, dass ich durch Nichtstun auch nichts ändern kann. Also versuche ich wenigstens als Ortsvorsteher, Stadtverordneter und Mitglied der Piratenpartei mein Umfeld so zu gestalten, dass es lebenswerter wird.

Natürlich kann ich allein nicht auf die Regierenden einwirken und konkret etwas ändern. Ich kann aber als Teil einer Bewegung mithelfen, dass es so wird. Und ich gehe wählen. Die Piratenpartei.

Denn die machen keine Versprechungen, wie noch viel mehr blühende Landschaften hier entstehen werden, sondern legen den Finger in die Wunde und zeigen die Versäumnisse auf, die jahrelang durch die Regierenden toleriert und mitgetragen wurden.

Die kann man also ganz alternativ mal ankreuzen. Ist Liste 29:

wahlzettel

Piratenpartei lehnt Forderungen der Innenministerkonferenz nach Spieleverboten und Militäreinsatz ab

Die Piratenpartei kritisiert scharf den hilflosen Aktionismus der Innenministerkonferenz und fordert alle Computerspieler auf, bei der Europawahl diesen Sonntag ein erstes Zeichen zu setzen. Als ein Ergebnis der Innenministerkonferenz wurde ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten “Killerspielen” erreicht. Nach der Bundestagwahl droht dann auch noch ein Verbot von Paintball.

Thorsten Wirth, Kandidat der Piratenpartei für die Europawahl, sträuben sich bei solchen Vorhaben die Nackenhaare: “Die Politik zeigt weiter, wie bizarr weltfremd sie mit der Jugendkultur umgeht und wie sehr sie mit der Dummheit der Wähler rechnet. Dass jedesmal wenn ein Jugendlicher Amok läuft, sich ein ganz schlauer Politiker ins Bild drängt und die bösen Computerspiele als Übeltäter ausmacht, ist quasi schon ein ‘running gag’, auf den gewettet wird. Die logische Konsequenz aus derlei vorgehen wäre: Abschaffung der Bundeswehr, Verbot von Schusswaffen aller Art, Verbot von Brettspielen deren Ziel die Vernichtung des Gegners ist (Schach, Dame, Risiko …) . Wo bleibt da eine angemessene Analyse und warum stellt nicht mal jemand die gesellschaftlichen Hintergründe einer Tat wie in Winnenden in Frage? Jugendliche werden auch vom System Schule, von der Gnadenlosigkeit unserer Gesellschaft zu Amokläufern, wo bleiben hier die Konsequenzen? Ich selber spiele gerne diese sogenannten ‘Killerspiele’, man organisiert LAN-Parties und tüftelt Strategien aus, übt seine Geschicklichkeit und hat auch einfach eine geile Zeit zusammen. Wie dumpf ist es denn, erwachsenen Menschen so eine verlogene Moral aufzuzwingen?”

Auf der Konferenz der Innenminister wurde auch über den Einsatz der Bundeswehr im Inneren und den Bedarf nach einer neuen Sicherheitsarchitektur als Antwort auf die Bedrohungen durch Terrorismus und das Internet gesprochen. Darauf entgegnet der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei und Europawahlkandidat, Jens Seipenbusch: “Wir lehnen einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren strikt ab. Ich bin überrascht, dass noch vor Aufarbeitung des verfassungswidrigen Einsatzes der Bundeswehr auf dem G8-Gipfel von Heiligendamm die dafür Verantwortlichen weiterhin vollkommen ungeniert ans Werk gehen und die Verfasssung ihren persönlichen Vorlieben anpassen wollen. Die sogenannte neue Sicherheitsarchitektur ist nichts anders als ein weiterer Schritt zu einem rigorosen Überwachungsstaat.”

[PM]Innenminister gegen Killerspiele – JuPis gegen Spielekiller


Pressemitteilung der Jungen Piraten

Innenminister gegen Killerspiele – JuPis gegen Spielekiller

Wie die Welt berichtete, hat sich die Innenministerkonferenz (IMK) in Bremerhaven heute, Freitag den 5.6.09, für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten “Killerspielen” ausgesprochen.

„Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlung

en oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, [ist] ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot so schnell wie möglich umzusetzen.“ heißt es in der Beschlussvorlage der IMK, die WELT ONLINE vorliege, so der Autor. Die Beschlüsse sind bisher (Stand 15:10) nicht einsehbar.

Der Vorschlag für ein Verbot ist in Zusammenhang mit dem Amoklauf von Winnenden Anfang März zu sehen, bei dem ein jugendlicher Täter in einer Schule und auf der Flucht 15 Menschen und nachdem er von der Polizei gestellt wurde, sich selbst erschossen hatte.

Übereinstimmend berichtet auch FOCUS.

Die Jungen Piraten sehen diese Entwicklung mit Sorge. Wie auch bei Internetsperren wird versucht, durch Verbote gesellschaftlichen Tendenzen entgegenzuwirken, die so nicht umkehrbar sind. Abgesehen davon, dass vermehrtes Spielen von “Killerspielen” die Agressionsbereitschaft und die Hemmschwelle nur bei dafür prädestinierten, also psychisch labilen Individuen beeinflusst, kann so einem generellen Werteverfall in der Gesellschaft nicht entgegengewirkt werden.

Steigende Ausländerfeindlichkeit, generelle Jugendkriminalität, mangelhafte Integration, Defizite an Menschenrechten in Deutschland (Verweis: Tagesspiegel) können so nicht bekämpft werden.

Daneben bietet das Jugendschutzgesetz bereits heute ausreichende Möglichkeiten: Spiele, die ausgesprochen grausame, realistische und reißerische Gewalt beinhalten, unterliegen seit einer Überarbeitung des Gesetzes seit Juli 2009 Werbe-, Abgabe- und Vertriebsverbot. Vor der Überarbeitung betraf dies nur kriegs- und gewaltverherrlichende Spiele. Spiele, “in denen Gewalthandlungen wie Mord- und Metzelszenen selbstzweckhaft und detailliert dargestellt werden oder Selbstjustiz als einzig bewährtes Mittel zur Durchsetzung der vermeintlichen Gerechtigkeit nahe gelegt wird”, landen bereits jetzt auf dem Index.

In diesem Sinne ist ein noch weiter gehendes Verbot nur als Armutszeugnis und als Eingeständnis der Nutzlosigkeit von Verboten zu sehen.

Vor allem als Reaktion auf Amokläufe an Schulen wird sich ein Produktionsverbot für die sogenannten “Killerspiele” als wirkungslos erweisen:

Nur intensive Jugendarbeit und ein vorsichtiger gesamtgesellschaftlicher Umgang mit Waffen und Gewalt kann Erfolge bei der Vermeidung von Gewalttaten bringen. Wie auch im Fall der Kinderpornographie müssten Polizeibehörden mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden, um nicht nur Verbrechensbekämpfung, sondern auch -prävention Arbeit zu leisten. Weiterhin müssen Jugendclubs wiedereröffnet werden, alternative Freizeitmöglichkeiten erhalten und geschaffen werden. Was nötig ist, ist kein Verbot, sondern ein Überdenken der Gesellschaft. Investition in Prävention, in bessere Bildungssysteme mit neuen Strukturen, die Schüler einbinden anstatt durchzuschleusen, in Sozialarbeit anstatt in Verbote wären nötig, aber auch kostenintensiver.

Sollte hingegen ein derartiges Gesetz wirklich verabschiedet werden, werden sich Spielehersteller wie z.B. Crytek möglicherweise völlig aus Deutschland zurückziehen. Nicht nur, dass damit wichtige Teile einer modernen Kultur völlig verschwinden würden, würden auch Arbeitsplätze verloren gehen.

Daneben wird ein Verbot für Menschen, die sich weiterhin “Killerspiele” kaufen möchten, kein großes Problem darstellen. Sei es, indem sie aus anderen Ländern direkt gekauft, indem sie über das Internet in Online-Shops wie Amazon oder eBay legal bestellt, oder indem sie von Filesharingseiten oder Tauschbörsen illegal heruntergeladen werden.

Hier entstehen bereits die weiteren Gefahren: Wenn ein (wenn auch möglicherweise zweifelhaftes) Freizeitvergnügen kriminalisiert wird, erzeugt dies eine Spirale, die über den Bruch des Verbots zu weiteren Verbotsmaßnahmen führt. Mit der Legitimation des Verbots der “Killerspiele” ist es nicht undenkbar, dass in absehbarer Zeit die Websites von Spieleherstellern (die beispielsweise englischsprachige Demo-Versionen anbieten), Tauschbörsen und viele weitere auf einer erweiterten Zensurliste platziert werden.

Dadurch, dass die Verbreitung verboten wird, würde das Gesetz insofern keine Wirkung erlangen, dass die Verbreitung über andere Quellen als dem legalen Handel weiterhin stattfinden würde. Die Effekte auf den Jugendschutz würden auch durch Verbotsmaßnahmen ausbleiben, was Anlass für weitere Verbote wäre. Auch das jetzige Verbot folgt nur dem Verschärfen der Kriterien für eine Indizierung von Spielen im Juli 2008. Dies hatte, wie die meisten anderen Maßnahmen, so gut wie keine Wirkung, da das zwar strenge Jugendschutzgesetz selten im vollen Maße umgesetzt wird. Dies zeigt sich unter anderem dadurch, dass Minderjährige weiterhin in der Lage sind für sie ungeeignete Spiele oder Filme zu kaufen und zu spielen bzw. zu sehen.

Daher beziehen die jungen Piraten klar Position gegen das geplante Verbot der sogenannten “Killerspiele” und fordern stattdessen die Förderung von Medienkompetenz in der gesamten Gesellschaft.

Wir Jungen Piraten sind Teil der internationalen Piratenbewegung, insbesondere als Jugendorganisation der deutschen Piratenpartei, die 2009 an Europawahl, Bundestagswahl und Landtagswahlen teilnehmen wird. Wir verstehen uns als basisdemokratische Bewegung, die besonders moderne und aktuell brisante Inhalte wie Datenschutz und Privatsphäre, Filesharing, Urheberrechte und Jugendschutz thematisiert, allerdings aber auch die verstärkte Gleichstellung von Menschen, unabhängig von Geschlecht, Beschäftigung, sozialer Schicht oder sexueller Orientierung fordert und neue gesamtstaatliche Konzepte, beispielsweise für mehr Bürgerbeteiligung, einbringen möchte.

Für eine erfolgreiche Arbeit brauchen wir aber vor allem eines: engagierte Mitglieder und Unterstützer! Wer Lust und Zeit hat, kann auf der Website (http://www.junge-piraten.de) im IRC-Channel (#JuPis auf freenode), in der Mailingliste (https://service.piratenpartei.de/mailman/listinfo/jugend) oder im Wiki (http://wiki.junge-piraten.de) genauere Informationen einholen. Die Mitarbeit steht jedem Menschen offen, auch wer sich noch nicht sicher ist, ob eine Mitgliedschaft gewünscht ist, ist willkommen.

Der Pressesprecher der Jungen Piraten

Kontakt: presse@junge-piraten.de

Quelle

Posted in jupis, killerspiele, piraten, piratenpartei, pressemitteilung

Innenminister gegen Killerspiele - JuPis gegen Spielekiller

Wie die Welt berichtete, hat sich die Innenministerkonferenz (IMK) in Bremerhaven heute, Freitag den 5.6.09, für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von sogenannten “Killerspielen” ausgesprochen. „Für Spiele, bei denen ein wesentlicher Bestandteil der Spielhandlung die virtuelle Ausübung von wirklichkeitsnah dargestellten Tötungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen ist, [ist] ein ausdrückliches [...]
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